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Die bayerische Regierung setzt nun doch die Förderung der Berufseinstiegsbegleitung fort. Das ist eine sehr gute Nachricht auch für junge Menschen am Untermain, die oft nur durch diese individuelle Unterstützung den Einstieg ins Berufsleben schaffen.

Am Tag der Pflegenden gingen in Kleinwallstadt wie in vielen anderen Orten Pflegekräfte auf die Straße. Lautstark machten sie auf die sich immer weiter verschlechternden Arbeitsbedingungen aufmerksam. "Inzwischen wissen alle, wie überlastet die Beschäftigten in der Pflege sind. In der Politik wird das wortreich beklagt und Solidarität bekundet, doch die nötigen Konsequenzen werden nicht gezogen", kritisierte die Personalratsvorsitzende der Rohe'schen Altenheim Stiftung Carmen Raloff.

Wie geht es den Vereinen, Verbänden und Initiativen? Wie wird sich unser öffentliches Leben von der Pandemie erholen? Was treibt die ehrenamtlich engagierten Mitglieder um, die sich im Vorstand oder als Abteilungsleiterin, Übungsleiter, Gruppenleiterin oder vielleicht auch einfach in einem Projekt engagieren? Hier geht es zur Umfrage von MainVerein - das Projekt zur Unterstützung von Vereinen, Verbänden und Initiativen im Landkreis Miltenberg.

Was liegt Dir am Herzen? - Und was müssen wir beachten, wenn wir das ehrenamtliches Engagement im Landkreis Miltenberg weiterentwickeln wollen? Von diesen Fragen ausgehende entwickelte die Projektgruppe "Ehrenamt" die in einem früheren Treffen aufgerufene Idee eines „Ehrenamts-Coaching“ für Vereine, Verbände und Initiativen weiter. Zugleich wurde darauf geachtet, dass das gemeinsame Anliegen so umgesetzt wird, dass sich die engagierten Gruppenmitglieder einbringen können, das Vorgehen aber auch zur privaten Situation und persönlichen Motivation passt.

Insgesamt 12 engagierte Menschen trafen sich zum Auftakt von "Karibu Tanzania - Willkommen in Tansania" im Rahmen der internationalen Partnerschaft von KAB in der Region Unterfranken und VUWAWA in der Region Mbinga / Tansania. Das Austauschprojekt umfasst mehrere Vorbereitungstage eine gemeinsame Reise nach Tansania und die Nachbereitung in Deutschland. Ziel ist, gemeinsamen Themen unseres globalisierten Lebens in den Blick zu nehmen und Lösungsbeiträge zu entwickeln. Ob Klimawandel, Fair Trade, Krankheit, Armut, Migration, Sinnentlehrung ... es ist wichtig die Sichtweisen aus dem globale Süden und dem globalen Norden zusammen zu bringen. Diese Initiative stellt dazu fest, dass dieser Anspruch nicht nur eine Aufgabe für Staatschefs und Konzernlenker ist, sondern auch die einfachen Bürger durch die Möglichkeiten der Zivilgesellschaft beteiligt werden müssen.

Der Digitale Wandel trifft vielfach auf Menschen, die vor allem analog unterwegs sind: Seniorinnen mit Kabeltelefon werden angefragt, sich über Video beim Arzt zu melden. Neubürger aus der Ukraine sollen sich im Onlineportal des Einwohnermeldeamtes eintragen. Menschen mit Sehbehinderung erhalten ihre Informationen vom Sozialamt via App. Die Schule begleitet Kinder im Krankenstand über Onlineportale. Ein smarter Bot (automatisiertes Antwortprogramm) reagiert auf meine Beschwerde an die Rentenkasse und es gibt keine alternative Kontaktadresse mehr.

Am 20. März fallen die Corona-Beschränkungen und das öffentliche wie private Leben wird sich entspannen. Damit stehen Vereine, Verbände und Initiativen in einer nie gekannten Situation. Für die meisten gilt, dass viele Aktivitäten zurückgefahren wurden oder der Aufwand für die Durchführung enorm gestiegen ist. So oder so ist es nicht ganz einfach, seine treuen Ehrenamtlichen wieder oder weiter für das Engagement zu motivieren. In der ländlich geprägten Struktur der Region hängt Wohl und Wehe des öffentlichen Lebens aber genau an dieser Frage. Die Projektgruppe "Ehrenamt" hat sich dieser Frage angenommen und wird dazu aktiv werden.

Die Projektgruppe "Digitale Teilhabe" hat zu Beginn des Jahres ihre Entwicklungsarbeit fortgesetzt. Im Januar ging es um die „Unterstützung von nicht-digital-affinen Menschen bei der Wahrnehmung von digitalen Services mit Sozialbezug im Internet“. Im Februar ging  es um den Themenkomplex „Bereitstellung von gebündelten Informationen mit Sozialbezug, sowie Vernetzungsmöglichkeiten für Ehrenamtliche im Landkreis Miltenberg “.

Nicht erst durch die Corona-Pandemie arbeiten Pflegekräfte auch im Landkreis Miltenberg ununterbrochen am Limit. Bessere Arbeitsbedingungen sind das Gebot der Stunde: Durch bessere Bezahlung, klar. Aber besonders durch bessere Arbeitsbedingungen wie Reduzierung des Arbeitsdrucks und der Arbeitszeit. Darüber hinaus muss durch eine proaktive Personalpflege das Arbeitsklima in den Einrichtungen verbessert werden.

Breaking News aus Tansania: Seit Wochen bereiten die Frauen und Männer in Tansania ihre Felder für die Regenzeit vor. Seit Wochen warten sie in drückender Hitze auf den Regen. Nichts kommt. Martina Ngahy von der VUWAWA Mbinga berichtet von einer schwierigen Situation: "Das Wetter ändert sich schon seit Jahren." Im August gibt es ein Austauschprojekt von KAB und VUWAWA, um diese und weitere Fragen der globalen Entwicklung gemeinsam anzugehen.

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